Rückblick 30.07. - Jazznacht

Ejazzolation

 

Besucher von weit her, Besucher, die noch nie im Schlossgarten verweilten udn Besucher, die sich bunt untereinander mischten. Dazu die einhellige Meinung der Jazzkenner "Ejazzolation sind eine Hausnummer! Internationale Klasse, ein echtes Bonbon!" Allenthalben Neugierde und Vorfreude auf das Schmankerl des diesjährigen Jazz-Abends und tatsächlich, das mit Recht. Ejazzolaion standen vor dem Auftritt nach eigenem Bekunden seit ca einem halben jahr nicht mehr gemeinsam auf der Bühne und selbst Kennern und Fachleuten fiel das nicht auf. Spielfreude, Können, Teamgeist, Experimentierfreude, Selbsbewusstsein, Coolness - man könnte noch gefühlte 4.000.000 Substantive bemühen, um den Auftritt zu beschreiben und würde ihm doch nicht gerecht.

 

Selbst Nicht-Jazzer wurden beim Fuß-Wippen ertappt, die Fans des Genres und der Band waren eh ab dem ersten Ton hin und weg und das man gar Captain-Future-Fragmente in manchen Stücken entdeckte, machte die ganze Sache sogar ein wenig nostalgisch.

 

Wieder einmal konnte ein oftmals zu Unrecht in eine Liebhabernische gedrängtes Musik-Genre zeigen, das es das Zeug hat, eine breitere Masse zu erreichen. Musikalisches Können, "Jazz als Sparten-Kunst" und Massentauglichkeit können also doch Hand in Hand gehen. Die Besucherzahl, die Fazits der Gäste und das Feedback der Musiker geben uns wieder mal Recht.

 

Auch hier zum Vergrößern einfach auf das jeweilige Motiv klicken.

Der Spyra

 

Hier von einem Konzert zu sprechen, würde dem künstlerischen Charakter der Veranstaltung nicht grecht. Der Begriff "Happenig" klänge zu unmusikalisch und eine Installation war es auch nicht. Es war der Spyra (Bild links) und nutzte fast alles, was der Schlossgarten hergab. Innerhalb seiner elektronischen Zauberkiste erzeugte er Musik mit Computern und  Synthesizern, spielte auf metallischen Bögen, nutze die illuminierten Notglocken von Künstler Udo P. Leis und wurde von diesem und einigen seiner Schüler sogar noch mit Metallfächern begleitet.

 

Steffen Dittmar vom Förderverein Schlosskultur Loshausen e.V. erwähnte es in seiner Anmoderation bereits und es war tatsächlich eine Art "Homecoming-Event" für den Spyra und die Schwälmer Region. Der musikalische Tausendsassa hat nämlich bis nach seiner Schulzeit in der Schwalm gelebt und ihn verbinden noch immer viele Kontakte hierher und so war es nicht verwunderlich, dass neben den vielen Besuchern von außerhalb auch viele regionale Zuhörer und -Schauer den Weg zum Elektronik-Meister fanden.

 

Auch hier sind wir wirklich stolz dass wir einen Künstler wie Wolfram Spyra verpflichten konnten. Wer uns kennt weiss, dass uns mangelnde Ressonanz im Vorfeld noch nie geschreckt hat, ein ungewöhnliches Projekt durch zu ziehen. Wer uns kennt weiss auch, dass uns Ressonanz aber auch Spaß macht. Die Ressonanz zum Spyra-Auftritt machte riesigen Spaß, denn sie war durchweg gigantisch. Von bezaubernd über magisch bis zu fesselnd-aufwühlend gingen die Stimmen. Das lag sicher auch an der tatkräftigen Mitwirkung von Schlagwerker Steffen Modrow (Bild rechts) und Udo P. Leis an den Notglocken. Diese wurden schlagend zum Klingen gebracht, auch durch Magnete in Vibration versetzt und die Klänge wallten schließlich über das Spyra'sche Soundsystem in den Schlossgarten.

 

Kunst für alle Sinne, ein gefeierter Heimkehrer, glückliche Veranstalter und faszinierte Besucher - so soll es ein.

 

(Bilder vom Freitag von Nadine Wennerhold)

Untere Reihe: Der Spyra, die Glocken und das Lagerfeuer. Somit waren wirklich alle Licht-, Klang- und Energiequellen im Einsatz, um das kulturell interessierte Publikum rundum zu wärmen, erleuchten und zu faszinieren.

Kleiner Kultursommer Freitag 2010

Galerie im Bau

Wir bauen zwar keine Kunsthalle, brauchen aber trotzdem noch eine klitzekleine Weile, bis unser Galerie-Modul die kulturellen Segel setzen kann. Denn die vorliegenden Bilder stellen natürlich nur eine kleine Auswahl aller entstandenen Impressionen dar.

Zunächst mal wünschen wir unserem Programmierer einen schönen Urlaub, danken allen Fotografen (!!!), sammeln und sichten alle Motive und verweisen auf den September. Denn dann gibts Bilder bis der Augenarzt kommt.

Der Donnerstag

Singer und Songwriter, Gäste aus Heidelberg, bezaubernde Klänge - werfen Sie doch einmal ein paar Blicke auf den Donnerstag. Auch das lohnt sich. Dazu einfach hier klicken.

Die Glocken

Mehr zu den Notglocken, die im Rahmen der Ausstellung und des Spyra-Konzerts zu bewundern waren und zum Künstler Udo P. Leis gibt es hier.

Die Hintergründe

Eine häufige Frage während des Kleinen Kultursommers: "Wer steckt eigentlich hinter all dem hier?" Dies ist schnell beantwortet: Der Förderverein Schlosskultur Loshausen e.V. Alle Infos zu eben diesem gibt es hier.

Das Kultur-Archiv

Das Archiv des Vatikans mag größer sein. Unseres aber ist bunter und lustiger. Wer sich überzeugen mag, wie vielfältig und abwechlsungsreich die bisherigen kleinen Kultursommer waren, sollte hier klicken.