Udo P. Leis - Böse Blumen, Glocken der Not, eine blaue Brücke und ein aqualux...

Was macht den Kultursommer erst so richtig kulturell und hebt ihn von einer rein musikalischen Veranstaltungsreihe ab? Genau - unsere Ausstellungen. Dieses Jahr hatten wir das besondere Glück, mit dem Kasseler Künstler Udo P. Leis einen besonders vielfältigen und offenen Geist im Schlossgarten zu haben.

 

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War ursprünglich nur die Ausstellung les fleurs du mal / die blumen des bösen als hommage an charles baudelaire geplant, wurde schnell mehr daraus. Die fleur du mal sind wahrlich große und auf Leinwand aufgezogene Sägeblätter, deren Größe, Material, Form und Farbe miteinander spielen und an sich schon ein faszinierendes Schauspiel bieten. In Loshausen hingen die Blumen in den Bäumen, am Schlossdach und über dem Publikum. Die jeweils ausgesuchte Position und pointierte Beleuchtung bewirkte im Zusammenspiel mit der Umgebung eine noch fesselndere Ansicht der Werke.

 

Das Eifellicht setzte die Stahlbrücke über die Schwalm in ein neues Licht. Mystisch und aus einer anderen Welt könnte die Wirkung beschreiben, hier muss man aber dabei gewesen sein, um sich ein reales Bild eines surreal wirkenden Kunstwerks machen zu können. Hier wünscht man sich Dauerhaftigkeit, freut sich aber auch über den Reiz und die Besonderheit des temporären Charakters der Installation.

 

NOTTON - Über die Notglocken wurde in der Presse bereits im Vorfeld viel berichtet. Dienten sie während des Kriegs als Ersatz für die echten Kirchenglocken, die für Munitionszwecke einegschmolzen wurden, machte sie Udo P. Leis zum Kunstwerk. Mehrfarbig illuminiert, durch Schwarzlicht und spezielle Lackierung in Szene gesetzt und innerhalb mehrerer Konzerte und Klanginstallationen zum Klingen gebracht, waren sie so etwas wie die Publikumslieblinge des diesjährigen Kultursommers.

 

Die Installation aqualux entstand während des Aufbaus der übrigens Werke und stellt einen Brückenschlag vom Leis'schen Schaffen zu seinem Wirken in Loshausen dar, denn die Installation besteht aus einem regionalen Fundstück, dass in Erscheinung und früherem nutzen aber schön in den gesamten Kontext passte. Da es in geschätzten 12m Höhe angebracht wurde musste mancher Besucher länger suchen, gefunden haben es aber alle.

 

Von unserer Seite aus auch hier ein riesengroßes Dankeschön an Udo P. Leis. Von der Organisation bis zur Installation und Durchführung der Ausstellung war Udo nicht nur Künstler, sondern auch Sachverständiger, Techniker, Musiker, Lehrer und Tänzer. Darüber hinaus kann man sich kein offeneres Ohr für Information suchende Ausstellungs-Besucher vorstellen. So macht nicht nur Kunst Spaß, sondern auch das Präsentieren der selbigen.

 

Wer mehr über Udo P. Leis erfahren möchte, kann sich im Internet unter www.st37.de über den Künstler selbst, Projekte und Kontaktmöglichkeiten informieren.

 

Mehr Fotos von Udo P. Leis zur der Notglocken-Reise nach Loshausen: http://www.myspace.com/st37leis/photos/albums/schloss-loshausen/821196

 

 

Fotos: Nadine Wennerhold & Förderverein Schlosskultur Loshausen e.V.

Galerie in Entstehung

Auch für die Kunst- und Ausstellungs-Nachbetrachtung wird es in Kürze noch mehr Bilder geben. Auch sichten wir gerade das entstandene Material und recht bald schon gibt's dann eine komplette und umfangreiche Retrospektive der Spektakel. Und auch hier gilt wie immer: Regelmäßiges Reinschauen lohnt sich.

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