16. - 18.11.2007 2. Runde des Kulturherbstes
Rund um die Welt in 3 Tagen!
Rauchen einstellen, Sitze in eine waagerechte Position bringen und ab gings einmal um die Welt. Klingt komisch, war aber so. Anlass war die 2. Runde des Kulturherbstes in der Hafenbar.
Freitag abend startete das Wochenende lateinamerikanisch. Salsa für die Füße, Cocktails für die Kehlen und cubanische Klänge für die Ohren. Die Besucherzahl hing den vielen Anfragennoch etwas hinterher, dafür ging es am Sonntag tagsüber tänzerisch weiter und die Sohlen quietschten dann doch noch vergnügt und meistens sogar synchron und im Takt. Die Tanzveranstaltungen werden also auch zukünftig fortgesetzt, da es bis jetzt weder Blasen an den Füßen, dafür aber durchweg positive Ressonanz gab.
Der Singer- und Songwriterabend am Samstag verhieß bereits im Vorfeld Großes, denn allenthalben gab es Nachfragen, Kommentare und Lorbeeren auf das Programm zu hören. Robert Oberbeck (2. und 3. Bild) aus Marburg und der Schwälmer Rainer Barth spielten akustisch und sangen, dass einem warm ums Herz wurde. Sehr sanfte Töne, ruhige Lieder, viele Erfahrungen, große Gefühle und eine fantastische Atmosphäre gab es für die, die den Weg fanden. Und diesmal waren es einige mehr als am Vorabend. Das bestuhlte Konzert kann sich als ausverkauft bezeichnen, durch die sitzenden Gäste kam aber die ruhige und sehr konzentrierte, dichte Atmosphäre auf, was auch den Künstlern sehr entgegen kam. Ein Hauch von Springsteen, Mellencamp und Dylan zog durch die Luft; seelig lauschende Zuhörer wirkten entspannt wie im Urlaub und es ga sogar noch eine kleine, feine Jam-Session zum Schluss. Den zu früh Gefahrenen entging etwas, die länger Gebliebenen kamen in den Genuss einer spontan-genialen Darbietung als Extra-Zugabe.
Wir bedanken uns an dieser Stelle ausdrücklich noch einmal für das überaus positive Feedback der beiden Sänger, es sei das beste Konzert ihrer Laufbahn gewesen! Fast schon zu viel des Lobes - wie sollen wir denn da auf dem Teppich bleiben?
Auf dem Teppich blieb es am Sonntag nicht. Dominierten am Samstag noch die Klänge in der Tradition großer amerikanischer Songwriter, so ging der Hafenbar-Flieger auf dem Weg um die Welt in Nepal vor Anker. Alexander Schenk (im 4. Bild links) hatte sich auf den Weg rund um den Anapurna gemacht. Eine Reise voller Spiritualität, fremder Kultur, neuer Eindrücke und Bildern, die man in dieser Intensität nicht täglich sieht. All dieser Bilder und Eindrücke hat Alexander Schenk in eine faszinierende Dia-Show gepackt, die man Sonntag abend bewundern konnte. In Verbindung mit Stefan Wondraschke, der die Bilder geschickt mit einschmeichelnden Sitar-Klängen begleitete, entwickelte sich ein Gefühl des Losgelöstseins. Man bekommt den Kopf schon von den Bildern frei. Wie packend muss dieses Gefühl und die Eindrücke erst im Original sein? ist einer der treffendsten Kommentare des Abends. Faszinierend, anders und intensiv eine wunderbare Veranstaltung und ein Kurzurlaub für alle Sinne.





