Mo. 03. Juli
Sommerzauber für alle Sinne
Die Mozart´s Friends beim kleinen Loshäuser Kultursommer 2006
"Musik darf das Ohr nie beleidigen, sondern muss vergnügen."
Vergnügen hätte Wolfgang Amadeus Mozart am Montag Abend sicher auch gehabt, als die "Mozart Friend's" zu einem Abend voller Musik und Vergnügen in den Garten des Schlosses zu Loshausen einluden. Zwar stand die Musik des Komponisten, der in diesem Jahr seinen 250ten Geburtstag feiert, im Mittelpunkt, aber auch der Rahmen der Veranstaltung wusste das Publikum zu begeistern. So hätte schon das Wetter nicht besser sein können, um rund 300 Besucher zum Start des kleinen aber feinen Loshäuser Kultursommers unter die zum Teil über 100 Jahre alten Bäume zu locken.
Und dort im Schlossgarten kam die Musik nicht nur von der Bühne, sondern sie floss sommerlich leicht zwischen die Zuhörer und nahm darüber hinaus mit Steffen Dittmar als Papageno mitten im Publikum Gestalt an. Getreu dem Motto des Kultursommers "Musik, Kultur und Begegnung". Neben Steffen Dittmar (Gesang) waren es Heike Koberstein (Gesang), Sven Kindermann (Klarinette) und Thomas Klein (Klavier), die das Publikum mit Arien, Liedern und allerlei gelungenen Mozart-Interpretationen, aber auch Stücken von Weber, Monti und Schumann begeisterten. Mit etwas Phantasie und geschlossenen Augen fühlte man sich in die Zeit Don Giovannis versetzt und manch einer soll sogar für ein paar Momente die Fußball-WM vergessen haben, so gefangen war er vom Zauber der Musik der Mozart-Friends. Neben der Musik sorgten kulinarische Schmankerl wie gegrillte Garnelen für das leibliche Wohl der Besucher, von denen viele begeistert eine Wiederauflage des Konzerts im wohltuenden Schatten des Schlossgartens forderten.
Bevor es aber soweit ist, nimmt der Kultursommer 2006 seinen Lauf. Nächster Höhepunkt wird am Donnerstag abend der Auftritt von Captain Overdrive, die mit blechblasfunkender Musik und ohne Sänger zu den aufstrebendsten Instrumentalbands Deutschlands zählen. Nicht gerade Mozart, aber modern und vielfältig wie der Kultursommer in Loshausen.
Und apropos "vielfältig" - nicht nur die Farbenvielfalt der Erde, auch die Wirkung von Eisenoxid, großformatigen Flächen und weiche Brauntöne aus Lehm verbindet die Künstlerin Ursula Porada zu abstrakten Bildern, die es im Loshäuser Schloss zu sehen gibt. Denn der Kultursommer soll nicht nur für's Ohr sein; sondern auch für die Augen und alle anderen Sinne
Do. 06. Juli
Captain Overdrive
Feierlichkeiten mit Drive - Der Funk zu Gast im Schlossgarten
Am Donnerstag Abend ging die Konzertreihe im Loshäuser Schlossgarten in die zweite Runde.
Die vier Musiker um Captain Overdrive aus Gießen ließen ohne Sänger, dafür mit Schlagzeug, Bass, Gitarre und einer Posaune Funk-, Jazz- und Rockelemente gekonnt zusammenfließen.
Rund 250 Besucher konnten sich überzeugen, wie gut eine Posaune die Stimme des Sängers in einer Instrumentalband übernehmen kann und diese mehr als vollwertig ersetzt. Mitreissender Groove und eine sehr präsente Performance gingen in die Beine und nicht erst zur Posaunen-Interpretation des Beatles-Klassikers "Come Together" hatte der Captain die Manschaft auf seiner Seite. Leinen los und hoch die Segel - es ging auf einen kurzweiligen und angenehmen Törn durch die quirligen Fluten des Giessener Overdrive-Ensembles.
Der Loshäuser Schlossgarten bot wieder einmal mehr eine mehr als passende Kulisse. Die Kronen der Bäume wurden wechselnd bunte Lichter getaucht; gemütliche Fackeln illuminierten die Wege durch den Garten und allerlei Cocktails sorgten für eine Unterstützung des sommerlichen Flairs. Bei freiem Eintritt konnte der Donnerstag Abend eigentlich nicht besser verbracht werden.
Ausstellung vom 01.-09. Juli
Ursula Porada
...Zunächst zieht eine leuchtend-blaue organische Form, die sich vor einem strahlenden Gelb behauptet, die Blicke auf sich. Lapislazuli und Chromoxid: wertvolle Farbpigmente, im Wasser gelöst, sanftverlaufend und doch klar auf die Leinwand gebracht, verbindet Porada zu einem fröhlichen Hingucker. Gedämpft-erden ihre weiteren Werke, als Kontrast zu Blau und Gelb. Vom grünen Ocker über fahles Grau bis hin zum weichen Braunton aus fettem Lehm. Welche Farbenvielfalt die Erde bietet, zeigen die fast plastisch wirkenden, abstrakten Großflächen. Runde Formen in "Englisch Rot" hergestellt aus Eisenoxid, setzen braunrote Markierungen. Ohne einheitliche Linien oder Flächen zu produzieren, wird die Farbe in die Leinwand "hineingeknetet und dann nachbearbeitet". So faszinieren diese Bilder durch den Gegensatz von zerpflückter Spannung im Aufbau und angenehmer Beruhigung durch die Farbkombination...















